Viva Humanidad unterstützt den Umsetzungsprozess der UN-Dekade
„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014), der durch die Deutsche UNESCO-Kommission koordiniert wird.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist ein Bildungskonzept, das Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermittelt; sie in die Lage versetzt, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.

Unser UN-Dekaden-Projekt „One tree for the future“ umfasst die Themenbereiche:

 

  • A.  ÖKOLOGIE

Mit dem Anlegen eines Baumschulgartens in der stark von Erosion betroffenen Umgebung der Koyo-Schule (Äthiopien) geben wir modelhaft ein Bespiel für die nachhaltige Bekämpfung von Entwaldung und Erosion in der Region. Die SchülerInnen lernen, wie sie durch aktiven Waldschutz und Wiederaufforstung zum Kampf gegen Erosion beitragen und damit ihre Lebensgrundlagen im ländlichen Raum nachhaltig schützen können. In Deutschland setzen sich die SchülerInnen mit den globalen Zusammenhängen zwischen der eigenen Lebensweise (CO2-Ausstoß, Konsum von Agrarprodukten aus den Ländern des Südens) und den Lebensverhältnissen im Süden, konkret, Äthiopien (Entwaldung, Erosion, Nahrungsunsicherheit) auseinander. Der Baumschulgarten der Koyo-Schule ist zugleich der Ausgangspunkt für ein Agraforstwirtschaftsprojekt mit der Gemeinde von Koyo. Ziel ist es, die landwirtschaftlichen Nutzflächen in der Region durch Baumpflanzungen nachhaltig zu verbessern.

 

  • B.  ÖKONOMIE

Im Mittelpunkt der Projektumsetzung steht die Vermittlung um globale Wirtschaftszusammenhänge am Beispiel Äthiopiens zu (Stichwort: land-grabbing - Verdrängung kleinbäuerlicher Landwirtschaft durch Großplantagen internationaler Agrarfirmen, die Kaffee, Biosprit etc für den Export produzieren), die Stärkung der lokalen Wirtschaft in Äthiopien durch die lokale Beschaffung von Material und Zusammenarbeit mit lokalen Experten und Arbeitskräften sowie die Rückbesinnung auf traditionelle Agroforstwirtschaft durch Baumpflanzungen auf den Nutzflächen.

 

  • C.  SOZIALES

Wichtig ist uns, zur Verbesserung der Lebens- und Lernbedingungen für die Menschen von Koyo beizutragen. Dabei zu helfen, traditionelle wirtschaftliche Strukturen und Lebensweisen der indigenen Bevölkerung zu erhalten und der Landflucht entgegenzuwirken.

 

  • D.  PARTIZIPATION

Unser UN-Dekaden-Projekt "One tree for the future" ist dem Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe verpflichtet. Wir legen großen Wert auf die Stärkung kommunaler Selbstorganisation durch die aktive Beteiligung an der Projektplanung und Umsetzung. Durch eine aktive Beteiligung und Einbindung in Entscheidungsprozesse fördern wir die Eigeninitiative, Kooperationsfähigkeit und Selbstorganisation aller Beteiligten.