Liebe Partner, Freunde und Sympathisanten,
Jubel, Freude und Erschöpfung: In vierwöchiger Bauzeit haben wir in Konso/Äthiopien den ersten Prototyp des Öko-Schulprojektes "One school for the future" fertig gestellt.

EINE BAUGESCHICHTE IN BILDERN

Oft setzt man ja bei Bau-Projekten in Äthiopien eher eine geringere Arbeitsproduktivität voraus, doch was wir hier erlebten, hätten wir uns nicht träumen lassen. Die Leute rackerten mit uns 10h/6Tage pro Woche. Ein Arbeiter beschrieb die Atmosphäre auf der Baustelle wie folgt: "This is the spirit of doing". Auf den Punkt gebracht! Als wir das Fundament aushoben, kam das ganze Dorf vorbei und half mit. Auch wenn nicht genügend Schaufeln zu Verfügung standen, mit bloßen Händen oder mit Jutesäcken wurde die Erde weg geschafft. Nebenbei lief der Schulbetrieb weiter und in den Pausen waren wir umringt von barfüßigen Schulkindern, die die Bautätigkeiten mit Neugier verfolgten. Klar` tauchten auch immer wieder Probleme auf, doch fand sich immer ein Weg sie zu lösen.

Dieses Projekt wurde auf ehrenamtlicher Basis verwirklicht. Ein herzlicher Dank geht an die engagierten Menschen von Konso und an die vielen ehrenamtlichen Helfer,
die sich für dieses Projekt eingesetzt haben. Besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Annette von Rantzau Schule in Rohlstorf, das Gymnasium am Burgwall in Treuenbrietzen, das Mosaik-Gymnasium in Oranienburg, das Bunsen Gymnasium Heidelberg, sowie privaten Sponsoren, die mit ihren Spenden dieses Projekt ermöglicht haben.

Eco-Schoolproject: Ziel ist es mit lokalen Baumaterialien und geringem Einsatz von Spendengeldern neue lernfreundlichere Klassenräume zu bauen. Dazu wurde von Landschaftsarchitekt Günther Quentin ein Baukonzept auf der Basis der traditionellen Bauweise in der Region entwickelt. Die Konstruktion orientiert sich an der bei uns bekannten Fachwerkbauweise und führt Innovationen in die herkömmliche Bauweise ein, wodurch die Haltbarkeit und die Lernbedingungen nachhaltig verbessert werden. Besondere Neuerung ist das Grasdach, welches die klimatischen Bedingungen in den Räumen verbessert und als Filtersystem für das Regenwasser genutzt wird. Außerdem kommt deutlich weniger Holz als üblich zum Einsatz und das Fundament garantiert eine längere Haltbarkeit der Gebäude. Dieses Projekt ist als Prototyp für weitere ökologische Bauprojekte geplant. Ziel ist der Aufbau eines Zentrums für ökologisches Bauen in Konso/Äthiopien.

Konzept & Bauleitung:  Günther Quentin (Landschaftsarchitekt)
Projektmanagement & Bauleitung: Axel Steinhagen VivaHumanidad e.V.


Viele Grüße
Axel Steinhagen
VivaHumanidad e.V.